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DIRECT ACTION
Diese Seite ist 'Werbung' für eine CD mit sogenannten ‘mpeg-Videos’. Den Inhalt von der CD gibt es hier, leider
stehen sie nicht im Netz zum downloaden. Aber die CD kann bestellt werden für 3 Euro bei ::
trojan tv.
Die Videos können auf den meisten Computern abgespielt werden,
insgesamt gibt es ca. 1 Stunde Video auf der CD.
Im Prinzip ist die Auflösung der Videos gut genug, um sie
in der ganzen Bildschirmgrösse abzuspielen. Hier kannst du lesen, wer die Videos auf dieser
CD gemacht hat.
Die Strategie der Direkten Aktion hat eine lange Geschichte und ist verbunden mit der Geschichte der Arbeiterbewegung und
der Bewegung der Anarchisten, die Ende des 19. Jahrhunderts entstanden sind. Sie besagt, dass Menschen selber handeln müssen,
wenn um sie herum etwas passiert, was untragbar ist. Die Menschen, die anfangen zu handeln, glauben, dass sie das Recht - und
manchmal sogar die Pflicht - dazu haben und nicht warten dürfen, bis sie dafür Zustimmung von oben bekommen.
Auch wenn der Begriff “Direkte Aktion” Assoziationen auslöst mit heftigen Konfrontationen, ist es doch so, dass damit viele
verschiedene Formen von Handeln gemeint sind: vom Blockieren des Zugangs zu einem Gebäude bis zum Sprühen eines Graffitis.
Auch die Ziele von Aktionen können ganz unterschiedliche sein: vom tatsächlichen Stoppen einer
unerwünschten Sache bis hin zu
Öffentlichkeit schaffen und ein Thema zum Tagesgespräch machen.
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Direkte Aktion - es gibt verschiedene Definitionen darüber, was das ist. Zusammenfassen lässt es sich so: “durch
direktes Handeln eingreifen in eine bestimmte unerwünschte Situation oder in einen Prozess, von der oder dem wir wollen, dass
er/sie sich ändert oder aufhört”. Schon immer gab es Leute, die auf diese Art und Weise Dinge verändern wollen, vor allem, weil
sie denken, dass es auf eine andere Art nicht möglich ist oder zu langsam geht. Groen Front! (radikale niederländische UmweltaktivistInnen)
setzt sich ein, um die Umwelt zu schützen, und greift dabei häufig zu direkten Aktionen. Was die Freunde von Groen Front! dazu zu sagen
haben, kannst du in diesem Clip sehen. Mehr über Groen Front! kannst du auf ihrer
website lesen:: www.groenfront.nl
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Natürlich kann darüber gestritten werden, was alles unter den Begriff Direkte Aktion fällt. Im Prinzip
führt das Sprühen einer Parole auf eine Mauer nicht dazu, dass die Tätigkeit, gegen die sie sich richtet,
aufhört. Die Frage ist sowieso, welche Wirkung so ein Graffiti hat. Aber eine Parole an einer guten Stelle
kann Menschen schon dazu bringen, nachzudenken, und die Tätigkeit, gegen die sie sich richtet, in Misskredit
bringen, und so die Unterstützung, die es dafür gibt, untergraben. Der Irakkrieg wird sowohl durch die britische
Regierung als auch durch die Medien unterstützt. Um auch ein anderes Bild zu zeigen, hat eine Gruppe Menschen
eine Aktion gemacht, die ihr in diesem Clip sehen könnt.
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Andere Aktionen richten sich gerade gegen die Informationen, mit denen wir jeden Tag von allen Seiten
zugeschüttet werden, gegen die allgegenwärtige Reklame, “kauf dies, tu das!”, es gibt beinahe kein Entkommen
mehr. Die Metro in Paris ist ein Beispiel für so einen Ort. Hier kannst
du sehen, wie eine Gruppe AktivistInnen sich während des Europäischen Sozialforums in Paris 2003 dagegen zur Wehr gesetzt hat.
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Während der Aktion in der Pariser Metro sind viele Reklamebotschaften so umgeformt worden, dass eine andere
Botschaft entstanden ist. Die ‘Adbusters’ sind eine Gruppe, die sich mit dem Verändern von Reklame als Form
von direkter Aktion beschäftigt. Hier findest du ein paar Beispiele von den
Adbusters. Mehr Info gibt es
auf diesen websites :: www.subvertise.org,
www.paradigmshift.nl &
www.lazyartist.org
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Direkte Aktionen finden oft statt als ein Versuch, die Umwelt vor grossen Infrastruktur-Projekten zu schützen.
So wird z.B. in Deutschland schon seit Jahren versucht, den Weiterbau der A 33 zwischen Bielefeld und Osnabrück
durch den Bau von Hüüttendörfern zu behindern.
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Earth First! ist eine linksradikale Umweltbewegung aus den USA, die auch in England viele UmweltaktivistInnen inspiriert hat. Dort
entwickelte sich die Bewegung in den 90ern vor allem im Widerstand gegen den Ausbau von Autobahnen. Der Protest gegen den Ausbau
der M 11, ein Teilstück, das nur eine kleine Abkürzung werden soll, hat Geschichte geschrieben. In diesem Clip
siehst du, wie die Bauarbeiten behindert werden, indem UmweltschützerInnen wieder und wieder das Baugelände betreten und den
Bauunternehmern die Arbeit schwer machen, indem sie sich mit sog. Lock-Ons an Baugeräte festketten. Ausserdem werden ein Baum
und mehrere Häuser besetzt, die den Weg freimachen sollen für die neue Strasse. Die Unterstützung vor Ort macht die Stärke der Bewegung
aus, denn die lokale Bevölkerung ist direkt betroffen.
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Ein anderes Beispiel, bei dem die Bevölkerung eine grosse Rolle spielt, ist der Transport von Atommüll von den
AKWs nach zeitlich befristeten Lagerplätzen. Die Castor-Transporte nach Gorleben sind wahrscheinlich
die bekanntesten. In diesem Clip
siehst du, wie zwei Menschen sich an die Schienen ketten, um den Castor zumindest eine Zeitlang aufzuhalten.
Beim Versuch einer Lock-On-Aktion im November 2004 ist Sebastién Briat vom Fahrtwind des Castor-Zuges erfasst
und getötet worden, als dieser mit 100 Stundenkilometern an ihm vorbei raste. Eine Erklärung seiner
Freunde zu dem Unglück ist hier zu lesen.
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Eine andere Form von direkter Aktion ist die Blockade. In diesem Clip siehst du,
wie TeilnehmerInnen des Grenzcamps 2000 eine BGS-Kaserne blockieren. Durch das Bauen einer
Barrikade auf dem Zufahrtsweg wird es dem BGS
ein paar Stunden lang unmöglich gemacht, ihren Job auszuüben, nämlich das Jagen
von Menschen an der deutsch-polnischen Grenze.
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Der folgende Clip zeigt die mehr symbolische
Aktion eines Kanadiers, der aus Unzufriedenheit mit der Haltung seines Landers auf dem Klimagipfel in
Den Haag 2001 seinen Ausweis verbrannt hat. Er will nicht länger Bürger eines Landes sein, das nicht bereit ist,
an der Verringerung von Treibhauseffekten mitzuwirken.
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Der Höhepunkt theatralischer Aktionen ist natürlich das Tortenwerfen. Die getroffene Person wird in aller
Öffentlichkeit von ihrem Sockel geholt und lächerlich gemacht - plötzlich ist sie oder er nicht mehr die unnahbare
Persönlichkeit, sondern wird angreifbar gemacht. In folgendem Filmchen gibt es ein paar
süsse Vorbilder.
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Etwas kaputt machen, um Schlimmeres zu verhindern, das ist das deutlichste Beispiel für direkte Aktionen.
Das Roden von Testfeldern für genetisch manipulierte Pflanzen ist eine Möglichkeit von Widerstand gegen
deren Einführung auf den Markt.
Hier ist zu sehen, wie ein Testfeld mit genetisch manipuliertem
Weizen niedergemäht wird.
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In diesem Clip werden verschiedene Möglichkeiten gezeigt, um aktiv
etwas gegen die sich überall ausbreitende Kamera-Überwachung von öffentlichen Räumen zu machen. Obwohl unzählige
Statistiken längst belegen, dass Kriminalität dadurch nicht verhindert werden kann, sondern sich nur verlagert, greift der
Überwachungswahn immer mehr um sich.
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In Itoiz im Baskenland soll ein Staudamm angelegt werden, durch den viele Dörfer versinken und den Bewohnern
jegliche Lebensgrundlage entzogen wird. Nach jahrelangen Aktionen gegen den Damm, Prozessen und dem letztendlichen
Urteil, dass der Damm nicht rechtens sei, zog die spanische Regierung ihr Bauvorhaben trotzdem durch. Im
folgenden Clip erzählen die AktivistInnen, wie sie in dieser Situation beschlossen
haben, zu direkter Aktion überzugehen. Sie wollen die Kabel, die über das ganze Tal gespannt sind, um die Bauarbeiten
möglich zu machen, durchsägen.
Mehr Information :: www.sindominio.net/sositoiz
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In reichen Ländern wollen die Regierungen mehr und mehr darüber bestimmen, wer sich in “ihrem” Land aufhalten darf,
und wer nicht. Es wird beinahe unmöglich gemacht, um Asyl anzufragen.
Wenn jemand auf der Suche nach einer besseren Zukunft hierher kommt, hat er oder sie schon mal
gar keine Chance, ausser es passt gerade auf dem Arbeitsmarkt. Minderjährige Asylbewerber ohne Familie werden
eingesperrt und auf ihre “freiwillige” Rückkehr vorbereitet. In den Niederlanden widersetzt sich eine Gruppe Menschen
dagegen, dass Kinder und Jugendliche eingesperrt werden, obwohl sie überhaupt nichts Kriminelles getan haben.
Hier ist zu sehen, wie sie die Zäune des Lagers abreissen.
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Ein Beispiel für ein Direct Action Reklame-Video ist hier
zu sehen. Pelz scheint immer noch ‘in’ zu sein, aber nur für diejenigen, die in die Haut eines anderen Lebewesens schlüpfen wollen.
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Ein anderes Beispiel für eine direkte Aktion, die unnötige Tierquälerei verhindern will, ist das Stören der Jagd. Das
folgende Video zeigt eine Möglichkeit davon.
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Das Befreien von Tieren, die unter lebensunwürdigen Bedingungen gefangen gehalten werden, ist ein weiteres
Beispiel von direkten Aktionen von TierschützerInnen. Hier
sehen wir sie bei der Arbeit.
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Im Jahre 2003 ist der Irak angegriffen worden. Bush, Blair und Freunde haben behauptet, dass sie das tun
würden, weil der Irak Massenvernichtungswaffen habe. Aus Protest gegen den Krieg, aber auch, um darauf
aufmerksam zu machen, dass es auch hier Massenvernichtungswaffen gibt, wurden auf dem Luftwaffenstützpunkt
Volkel (NL) einige Kommunikationssatelliten zerstört. Hier
kannst du sehen, wie das passiert ist.
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Von einem ganz andern Kaliber ist die Übernahme eines Militärstützpunktes, der noch in Gebrauch ist.
Die Zapatistas in Mexico, die seit 1994 für ihre Autonomie kämpfen, zeigen im folgenden Clip
sehr eindrucksvoll, dass die Kasernen der Regierungsarmee verschwinden müssen. Mit vielen entschlossenen
Menschen besetzen sie den Stützpunkt, trotz der Anwesenheit des schwer bewaffneten Militärs.
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Dass es viel Kritik an McDonalds gibt, ist für die meisten Menschen, die sich diese CD anschauen, nichts Neues.
Hier ist zu sehen, wie die Arbeitsbedingungen bei
McDonalds dazu geführt haben, dass die Beschäftigten von McDo in Paris für mehr als 6 Monate
Streik geführt und ihre Filiale besetzt haben.
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Eine Hausbesetzung ist auch eine direkte Aktion. Leerstehende Häuser werden durch ihre neuen
Bewohner wieder dem Wohnbestand hinzugefügt. Für Spekulanten ist es oft lukrativer,
Häuser leer stehen zu lassen, als sie zu verkaufen. Dann erhöht sich deren Wert, sie benutzen
sie als Spekulationsobjekt. In diesem Video ist
zu sehen, wie durch eine gemeinsame Aktion in Amsterdam gleich 11 Wohnungen besetzt werden,
und was die Nachbarn davon halten.
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Seit Anfang der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts kümmern sich AktivistInnen immer mehr darum,
selber von ihren Aktivitäten zu berichten. Absolut notwendig, denn die bürgerlichen Medien berichten
oft einseitig oder überhaupt nicht. Wenn schon mal über Aktionen berichtet wird, dann meist aus einem
sensationslüsternen Blickwinkel heraus, Inhalte und Hintergründe bleiben aussen vor.
Ein weltweites Netzwerk alternativer Medien ist in der Entstehung, nach dem Motto “Don’t hate the media, be the media!”
:: indymedia Deutschland
Und um aus der allerersten Ausgabe des englischen ‘Undercurrents’-Videomagazins zu zitieren: “Wenn dir das Video nicht gefällt, dann mach doch dein eigenes!"
In den Niederlanden gibt es das Organic Chaos Network, die diese CD zusammengestellt haben.
OCN ist ein Netzwerk von VideoaktivistInnen, die nicht nur Videos machen, sondern auch Videotraining
anbieten für Leute, die selber was mit dem Medium machen möchten. Kontakt und www.organicchaos.org
Ausserdem machen wir mit beim European NewsReal.
Das ist ein Videomagazin, das aus kurzen Videobeiträgen besteht, gemacht von VideoaktivistInnen aus ganz
Europa. Es wird untertitelt und vertrieben in vielen verschiedenen Ländern. Quereinstieg immer möglich! Du kannst hier den
European NewsReal Trailer anschauen.
Kopier diese CD und gib sie weiter an andere Interessierte (der Inhalt der CD ist copy-left) !
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